FPÖ – Steger: Impfstoffdesaster mit AstraZeneca zeigt erneut völliges Versagen der EU auf!

Foto: pixabay, zib
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EU-Krisenmodus im Dauerzustand – ÖVP-Kanzler Kurz setzt Reihe von fragwürdigen Aussagen und Handlungen.

„Die Europäische Union steckt seit Jahren in der Krise. Abgesehen von der Migrationskrise, die 2015 ihren Lauf genommen hat, und bei der bis heute noch immer kein effektiver Außengrenzschutz sichergestellt werden konnte, haben wir eine Schuldenunion, eine Wirtschafts- und Finanzkrise, der Euro steht auf wackeligen Beinen, mit dem Brexit hat das erste EU-Mitgliedsland entschieden, besser alleine dazustehen, der Schengenraum ist gescheitert und seit Freitag existiert innerhalb der EU auch ein unglaubliches Impfstoffdesaster“, sagte heute FPÖ-Europasprecherin NAbg. Petra Steger.

„Der Umstand, dass nun AstraZeneca weniger Impfstoff als geplant an die EU liefern will, zeigt einmal mehr das völlige Versagen dieser Europäischen Union. Dass ausgerechnet Großbritannien nach dem Austritt wesentlich schneller mit dem Impfstoff beliefert wird, wirft ein katastrophales Licht auf die Europäische Union, die lediglich aus einem miserablen Krisenmanagement zu bestehen scheint“, sagte Steger.

„Die EU muss auf dieses Märchen von AstraZeneca wegen angeblicher Produktionsprobleme rasch und dementsprechend mit Härte reagieren. Es kann nämlich nicht sein, dass diese Pharmafirma so mir nichts, dir nichts ihren Impfstoff an Nicht-EU-Länder verkauft, obschon mit der EU eine vertraglich vereinbarte Menge an Corona-Impfstoff für die Mitgliedsländer aufrecht ist. Daher ist es nicht nachvollziehbar, dass die EU-Kommission nun kein Verbot für den Export von in der Europäischen Union hergestellten Corona-Impfstoffen in Drittstaaten plant“, betonte die FPÖ-Europasprecherin

„Noch im November behauptete ÖVP-Kanzler Kurz, dass der Covid-19-Impfstoff-Beschaffungsprozess der EU gut aufgestellt sei und bezeichnete dieses Vorhaben sogar als größte Erfolgsgeschichte der EU. Nun entpuppt sich dieser Beschaffungsvorgang aber als größte ‚Flop-Geschichte‘. Doch das war nicht die einzige Kurz-Geschichte, die sich als Unwahr herausstellte. Erst im Jänner behauptete er in bilateralen Verhandlungen für weitere Impfstoffe zu stehen, obwohl er wusste, dass es gemäß dem EU-Beschaffungsvertrag keine bilateralen Beschaffungen geben darf. Auch diese Behauptung reiht sich in eine lange Reihe von fragwürdigen Aussagen und Handlungen der Kurzschen Show-Politik ein“, betonte Steger.

Pfizer-Chef heute um 21:30 Uhr auf PULS 24: Ab Sommer kein Lockdown mehr nötig.

Robin Rumler, Geschäftsführer der Pfizer Corporation Austria, zeigt sich im Gespräch mit PULS 24 Anchor Thomas Mohr optimistisch, dass die Lockdowns ein Ende haben werden.

Robin Rumler, Geschäftsführer der Pfizer Corportation Austria, heute zu Gast um 21:20 Uhr bei “Milborn – Das PULS 24 Polit-Gespräch”.

„Wir haben für das erste Quartal 900.000 Impfstoffdosen für Österreich versprochen gehabt, wir werden jetzt über 1 Million Dosen ausliefern können“, mit dieser guten Nachricht startet Rumler ins Gespräch bei PULS 24 Anchor Thomas Mohr. Möglich sei das durch die Anpassung des Werkes in Belgien. „Wir werden für Österreich 11,1 Millionen Dosen bis Ende des Jahres liefern können“, sagt Rumler. Das wäre genug Vakzine für 62 Prozent der Einwohner.

„Ich glaube, mit jeder verbreichten Impfung gibt es einen Schritt in die richtige Richtung“, sagt Rumler, der auch glaubt, „dass mit Sommer das Thema Lockdowns auf jeden Fall Geschichte sein wird“. Um diese Zeit wird eine spürbare Entlastung da sein und man wird in eine Phase kommen, in der man sagen könne: „Wir sehen definitiv das Ende des Tunnels“. Ebenfalls glaubt Rumler, dass „wir unter dem Weihnachtsbaum stehen werden und sagen: ‚Das war es!‘“

Schneller gehen könnte das in Israel, dort werden bereits Jugendliche geimpft. „Israel ist natürlich ein Positivbeispiel“, sagt Rumler dazu, „Israel hat einen anderen Vertrag als die EU. Israel hat sehr frühzeitig sehr viel Impfstoff bestellt und das Ergebnis sehen wir“, aber es habe auch mit anderen Faktoren zu tun, zum Beispiel den hohen Grad an Digitalisierung.

Die Begründung von Vordränglern, der Impfstoff würde schlecht werden, entkräftet Rumler damit, dass der Impfstoff nach dem Auftauen bis zu fünf Tagen haltbar sein. Wird der Impfstoff verdünnt, dann muss er innerhalb von sechs Stunden verimpft werden – „ob man in sechs Stunden vielleicht noch jemand anderes organisieren kann, bleibt offen.“

Star-Virologe: Covid-Medikament kommt vor dem Sommer

Josef Penninger appelliert an EU und Behörden – mehr Tempo!

Der österreichische Star-Immunologe Josef Penninger will mit seinem von Apeiron Biologics produzierten Anti-Corona-Medikament noch vor dem Sommer starten. Im Gespräch mit Sprich!, der neuen Bezirkszeitung verrät Penninger: „Ja, das hoffen wir! Die klinischen Studien zu diesem Medikament sind abgeschlossen. Mitte Februar sollten wir alle Daten haben“. Zugleich appelliert der in Wien und Vancouver forschende Virologe an die Bürokratie: „Das hängt jetzt natürlich auch von den Behörden ab. Bei der Impfung ging das wahnsinnig schnell. Und wir würden uns ein ähnliches Tempo bei der Zulassung von Medikamenten erwarten. Wir alle wissen, dass wir in der Pandemie auch Medikamente brauchen. Und deshalb fänden wir es angebracht, dass die EU deren Entwicklung stärker fördert.“

Den Impfungen steht Penninger grundsätzlich positiv gegenüber: „Ja, ich werde mich impfen lassen!“, sagt er. Und: „Als Immunologe kann ich nur sagen: Impfungen haben zur Weltgesundheit massiv beigetragen. Denken Sie nur an Polio, Masern, Pocken … Gäbe es keine Impfungen, wären wir vermutlich schon ausgestorben. Impfungen sind also grundsätzlich ganz wichtig. Und deshalb unterstütze ich auch hundertprozentig, dass man sich gegen Covid impfen lässt.“

Auch den „Lockdowns“ steht der Wissenschaftler prinzipiell positiv gegenüber: „Nach einem Jahr Lockdown haben die Menschen verständlicherweise genug. Die Lockdowns haben uns alle getroffen – wirtschaftlich, psychologisch, familiär; wir gehen anders miteinander um. Die Lockdowns haben unsere Existenz angegriffen. Aber wenn man sie nicht praktizieren würde, wären die Konsequenzen fürchterlich.“

Auf die Frage von Sprich!, wie lange das Virus noch unser Leben dominieren wird, sagt Penninger: „Die Frage ist: Kommt noch eine Virusvariante, die den Impfungen entkommt? Dann rennen wir dem Virus ständig hinterher … In jedem Fall wird das Virus noch für einige Zeit bei uns bleiben. Auch wenn es keine Lockdowns mehr braucht. Wichtig ist deshalb, dass wir weiter testen, impfen, hygienisch leben, uns die Hände waschen, dem Nachbarn nicht ins Gesicht husten … Dann können wir wieder halbwegs normal leben. Dann können wieder Fußball spielen miteinander.

Anschober: Zulassung von AstraZeneca wird für 30. Jänner erwartet, erste Lieferung ab 7. Februar.

Beim Steering Board Meeting zur EU – Impfstoffbeschaffung erläutert der CEO von AstraZeneca, dass – nach der Zulassung voraussichtlich Ende Jänner – in drei Tranchen im Februar Impfstoff nach Österreich geliefert werden kann: Am 7. Februar 63.354, am 17. Februar 97.763 und Ende Februar 182.430.

Insgesamt kommen im Februar also 343.547 Dosen Impfstoff von AstraZeneca nach Österreich.

Quelle