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Doppelmörder von Herne in Haft – Analyse, Kritik und Abschiedsworte

Der eiskalte Verdächtige ist selbst kaltgestellt - aber wann schlägt der nächste Irre zu?

Engel betend Auch wenn das zarte Gefäß irdischen Daseins zerbrach – die Ewigkeit hat noch viele Aufgaben für diese Wesen RIP JADEN | TanteTati / Pixabay

Kein Tag vergeht, ohne dass uns Meldungen von unfassbare Taten schockieren. Doch der Fall in Herne brachte auch die erfahrensten Einsatzkräfte an die Grenzen – und das Netz zum Glühen.
Hier meine Manöverkritik – aber zum Schluß unsere Kondolenz an die Opfer …

Fakes und Fakten

Dieser Tage waren die deutschen Ermittler in Nordrhein-Westfalen besonders gefordert.
Vor allem 3 Fälle (Düsseldorf, Essen und Herne) geisterten durch das Netz, egal ob klassische, soziale oder asoziale Medien, wieder tausende Fakes u. Fakten pro Stunde. Die Internet Community forschte gierig nach der Abstammung der Verdächtigen, nur um die eine oder andere politische, ethnische oder religiöse Schuldzuweisung zu posten. Und viele Nutzer begaben sich auf gefährliches Terrain um gar Bilder/Videos der grausigen Taten zu sehen.

Sicher, der Mix aus Fakes und Fakten ist auch für Einsatzorganisationen schwer verdaulich und das ungefragte Posten von Opfern ist einfach widerlich, das Filmen eines Täters gar gefährlich. Wenn Möchtegern-Reporter die Handys zücken und den Einsatzkräften im Weg stehen ist das sogar eine echte Behinderung.
Manche Polizisten nutzen diese Postings, andere fühlen sich davon gestört.

Der Fall Marcel H. / Herne

zeigte, dass diese Irritation selbst bis zur Pressekonferenz anhielt.
Die verantwortlichen Leiter der Einsatzkräfte ergingen sich in einstündige Dankesreden an die Polizisten (vor Ort). Ok, auch mein Dank sei euch gewiss – aber jene Leute werden dafür auch geschult und bezahlt. Ein so überschwängliches Bedanken ist bei Zivilpersonen angebracht, welche ebensolche Courage zeigten.

Dabei kam ca. 1000x das Wort „Fahndungsdruck“ vor. Nun, es war eher der Druck den die FB Meldung einer Rockergang auslöste, welche bekundete sich „um das Arschloch zu kümmern„. Darauf hin stellte sich das „Arschloch“. Welches es allein nicht schaffte sich telefonisch bei der Polizei zu melden.

Bei manchen entstand der Eindruck, „die Arbeit der Polizei war in dem Fall, rechtzeitig das Telefon abzuheben„. Sorry, aber es kam so unbeholfen rüber. Sicher haben die ermittelt, gesucht, … und keinen gefunden.
Experten meinten „der wird sich schon selbst richten“ – auch Fehlanzeige.

Der hoch-intelligente Doppel-Kindermörder

Eine Kreatur, welche zu dämlich ist sich umzubringen oder zu telefonieren als intelligent zu bezeichnen ist an sich schon unverständlich. Wir, mit normalen IQ, verstehen auch nicht die extrem niedrigen Beweggründe der furchtbaren Taten. Wir können den Verlust eines Internetzugangs aushalten und eine Job-Absage verkraften. Ev. sind wir nicht gescheit genug, die Tragweite zu erkennen, wenn man nicht mehr Online Dauerzocken kann.

Bei der Einvernehmung des Täters (es gilt leider weiterhin die Unschuldsvermutung) zeigten sich die Beamten schockiert, die enorme Kälte dieses Monsters kroch ihnen bis ins Innerste. War auch bei der PK noch spürbar. Er „diktierte“ den Verlauf, war zu hören – naja, bei so einem IQ.
Also schult die Polizei besser, nehmt keine ausrangierten Postzusteller (die sich in einer Telefonzelle verlaufen) sondern bei solchen Fällen nur Vollprofis. Wir würden uns ev. sicherer fühlen – aber froh?

Lesen Sie auf Seite 2 warum plötzlich alle „froh erleichtert und sooo glücklich“ sein sollen
und nach aller Kritik schließlich ein paar Worte zum Abschied …

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